Waffen im Greifenherzogtum – Sonderausstellung
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Erstmals wird die Sammlung mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Waffen aus den Beständen des Nationalmuseums in Stettin präsentiert. Die Exponate stammen aus dem Gebiet des ehemaligen Herzogtums Pommern und datieren vom Beginn der Herausbildung des Herzogtums im 12. Jahrhundert bis zum Ende des Greifenstaates in den 1630er Jahren.
Die Ausstellung umfasst rund 180 Objekte – Waffen und Reitausrüstung, die von Rittern und Bürgern verwendet wurden. Zu sehen ist eine außergewöhnliche Sammlung von Blankwaffen, darunter mehr als dreißig mittelalterliche Schwerter, Dolche und Lange Messer aus dem 15. Jahrhundert sowie Rapiere und Pallasche der Renaissance. Darüber hinaus werden Schlag- und Stangenwaffen sowie Bestandteile der Schutzbewaffnung präsentiert. Die Feuerwaffen sind durch eine mittelalterliche Hakenbüchse und eine Kanone aus dem 16. Jahrhundert aus dem Schloss in Stettin vertreten.
Ein besonders bemerkenswertes Exponat ist die älteste Armbrust in einer polnischen Museumssammlung aus dem frühen 15. Jahrhundert. Unter der Reitausrüstung hebt sich eine umfangreiche Sammlung von Sporen hervor, die die Entwicklung ihrer Formen im Laufe der Jahrhunderte veranschaulicht.
Erstmals werden zudem Rüstungsteile gezeigt, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus der herzoglichen Gruft geborgen wurden, sowie die Beschläge einer Jagdarmbrust, die 1975 bei archäologischen Ausgrabungen auf dem Gelände des Schlosses in Stettin entdeckt wurden.
Die Ausstellung ist reich mit mittelalterlichen Darstellungen aus der Kunst Pommerns sowie mit Illustrationen aus deutschen Handschriften ausgestattet.
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